Die KiTa-Misere in Deutschland
Für viele politische Belange in Deutschland gibt es “Rettungsschirme”, einen “Solidaritätszuschlag” oder es werden aus verschiedenen Quellen Gelder organisiert; nur für die Kleinsten und deren Eltern scheint diese Möglichkeit keine zu sein. Bei Golocal Familie / Soziales erfahren Sie wichtige Eckdaten und Hintergründe.
Versprechungen und Realität zum Ausbau Krippen- und KiTa-Plätze
Es klingt zunächst einmal nicht schlecht, was jungen Erwachsenen in Deutschland von den Politikern geboten wird, wenn sie sich entschließen, eine Familie zu gründen: Bis zu 14 Monate Elterngeld und die Garantie auf einen Krippenplatz für das Kleine, wenn beide Eltern wieder arbeiten gehen und selbstverständlich auch auf einen KiTa-Platz. Die Realität zeigt jedoch: Gelder für KiTa- und Kinderkrippenplätze sind knapp und Bund, Länder und Kommunen schieben sich gegenseitig den schwarzen Peter zu. Das vom Bund bereit gestellte Geld würde von den Ländern und Kommunen nicht angefordert, so die Ministerin für Familie und Soziales. Die Länder und Kommunen hingegen argumentieren, dass die Mittel niemals ausreichen werden um flächendeckend Krippen- und KiTa Plätze anbieten zu können. Und auch Städte und Kommunen sind sich oft nicht grün und blockieren gegenseitige Vorhaben.
Kampfplatz KiTa
So verhindert beispielsweise die Stadt Göttingen den Aufbau einer Betreuungseinrichtung für die Kinder von Mitarbeiterinnen des Landkreises Göttingen, weil “sonst die Plätze der Stadt nicht voll besetzt würden”; die Stadt kann jedoch nur 43% decken.
Leidtragende all dieser politischen Metadiskussionen sind die Eltern, die auf KiTa- und Krippenplätze angewiesen sind. So versuchen Elterninitiativen schon, durch die Gründung von Fördervereinen Gelder für die Kindertagesstätten zu sammeln, um den Kindern innerhalb der Einrichtung mal etwas Besonderes wie den Besuch eines Puppenspielers oder ähnliches zu ermöglichen. Früher waren diese Veranstaltungen in Kindergärten Normalität.
In der Politik kann an vielen Ecken gespart oder effektiver mit den Geldern der Steuerzahler umgegangen werden; so ist es unverständlich, weshalb Banken, die sich durch Fehlspekulationen in finanzielle Notlagen gebracht haben, problemlos Gelder erhalten, aber für Kinder und soziale Projekte in Deutschland niemals etwas übrigbleibt.
Das Geld für die Kitas ist jedoch nur eine Seite des Problems. Auch, wenn es genügend Gelder für den Ausbau von Einrichtungen gäbe, gäbe es nicht genug Betreuungspersonal, da Erzieherinnen sehr schlecht bezahlt werden.









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